Landesverband hauswirtschaftlicher Berufe MdH NRW
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Deutschlands beste Hauswirtschafterin 2016 kommt aus Baden-Württemberg

14.3.2016

Marie Ebinger, Caroline Brunner, Katharina Reichart
Marie Ebinger, 3. Platz, Caroline Brunner, 1. Platz, Katharina Reichart, 2. Platz

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!

Bei der Deutschen Juniorenmeisterschaft für Auszubildende in der Hauswirtschaft vom 4. bis 6. März in Berlin stellten 20 angehende Hauswirtschafterinnen unter Beweis, dass der moderne Dienstleistungsberuf Hauswirtschaft weit mehr ist als Kochen, Waschen, Putzen:
Der Schlachtruf vom Sommermärchen 2006 hatte sich bereits Wochen vor dem Großereignis in den Köpfen der Finalistinnen festgesetzt, die es mit großem Engagement geschafft hatten, einen Platz unter den 20 Besten ihrer Profession zu erreichen.

Unter dem Motto: “Welttag der Hauswirtschaft: ökonomisch – ökologisch – sozial

kämpften die Finalisten der Vorentscheide um einen Platz auf dem berühmten Treppchen.

Die Siegerplätze gingen nach einem spannenden Wettbewerb, bei dem es in großem Maß um Teamfähigkeit, Personalkompetenzen und selbstverständlich um herausragende Fachlichkeit ging, nach Baden-Württemberg und Bayern.

Caroline Brunner aus Hayingen, Baden-Württemberg, hat es geschafft.
Sie ist die Siegerin der Deutschen Juniorenmeisterschaft 2016.Als besondere Auszeichnung erhielt sie bei der Siegerehrung in der der August-Sander-Schule Berlin, wo auch zwei Tage lang die Meisterschaften ausgetragen wurden, zusätzliche zu wertvollen Geschenken, den Europäischen Preis des Beirats für Internationale Fragen der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft e. V. (dgh) / Deutsche Sektion des Internationalen Verbandes der Hauswirtschaft: ein Praktikum in Österreich.

Den zweiten Platz erreichte Katharina Reichart aus Stiefenhofen, Allgäu, Bayern.

Der dritte Platz ging ebenfalls nach Baden-Württemberg, nämlich an Marie Ebinger aus Backnang. Sie wird in der Evangelischen Diakonissenanstalt Stuttgart ausgebildet und besucht die Hedwig-Dohm-Schule.

Die Sonderpreise für herausragende Leistungen in den Einzeldisziplinen gingen nach an Isabelle Nientit, Sundern - Betreuung, Nadine Busch, Ibbenbüren – beste Einzelleistung im Team und Diana Dureck, Berlin Theorie.
Das beste Team bestand aus Marie-Christin Schadeck, Hessen, Carmen Paulsen, Schleswig-Holstein, Christiane Borkowski, Niedersachsen und Luisa Schneider, Saarland.

Alle 20 Finalisten, die in ihren Bundesländern bereits durch Spitzenleistungen im Landeswettbewerb die Teilnahme in Berlin errungen hatten, zeigten hervorragende Leistungen. Die Hauswirtschaft kann stolz auf ihren Nachwuchs sein!
Um professionell Auftreten und Handeln zu können, ist Teamorientierung notwendig. Kooperatives Verhalten und das Arbeiten an gemeinsamen Lösungen bekommt immer mehr Bedeutung aufgrund der immer knapperen Budgets und höheren Kundenansprüchen.
Zur Siegerehrung konnte der Schirmherr, Bundesministers für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel MdB, leider aus terminlichen Gründen nicht selbst kommen. In seinem Grußwort betonte er unsere derzeitige Situation:

Der demografische Wandel - wir werden älter, Gleichberechtigung und Partnerschaft ersetzen alte Rollen und Familienmodelle, eine konsequente Inklusion eröffnet Behinderten ebenso wie Nicht-Behinderten die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. All das stellt die private Lebensgestaltung vieler Menschen vor neue Herausforderungen. Es besteht ein steigender Bedarf an gut qualifizierten Fachkräften bei der Alltagsgestaltung älterer Menschen, bei Haushaltsführung und Kinderbetreuung in Familien, aber auch in den Bereichen Alten-und Behindertenhilfe, Schulen, Kindertagesstätten und Wohneinrichtungen. Hier spielt der Beruf der Hauswirtschafterin eine wichtige Rolle“ , so der Minister.

„Ausgebildete Hauswirtschafterinnen stehen für Qualität, Fachkenntnis und soziale Kompetenz. Dank ihrer Schlüsselqualifikationen und Schnittstellenkompetenzen sind sie für die verschiedensten Einsatzbereiche gerüstet. Die Hauswirtschaft hat Perspektiven, sie wird auch in Zukunft gefragt sein.“

Margit Zauner, Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen, Berlin, sowie die Vorsitzende des Bundesverbandes hauswirtschaftlicher Berufe MdH, Claudia Forster-Bard würdigten in ihren Grußworten die großartige Leistung aller Teilnehmerinnen.

Die Aufgaben rankten sich um das Thema: "Welttag der Hauswirtschaft ökonomisch - ökologisch - sozial".

Umfangreiche soziale Veränderungen infolge des demografischen Wandels, bestehender Arbeitslosensituation, Auflösung von Familienstrukturen und zunehmender Konflikte zwischen den Generationen erfordern verantwortungsvolle Führung von Betrieben und sozialen Einrichtungen durch kompetentes Personal, das in der Lage ist hauswirtschaftliche Belange mit den Bedarfen der Kunden in Übereinstimmung zu bringen.

Erfahrungen zeigen, dass Teamarbeit dieses Ziel unterstützt, die Mitarbeiter gestalten Arbeitsabläufe gemeinsam, jeder kann zum Ergebnis einen Teil seiner Kompetenzen beitragen. So entstehen Synergieeffekte, man stützt sich gegenseitig. Alle Teammitglieder identifizieren sich mit Ziel und Ergebnis. Die hauswirtschaftlichen Teams sind motiviert und bestrebt ein hohes Niveau bei Ihrer Tätigkeit zu halten. Sie ernten Anerkennung und die Kunden sind zufrieden, was auf die aktive Beteiligung der Mitarbeiter zurückzuführen ist.

Die Deutschen Juniorenmeisterschaften Hauswirtschaft bieten die Gelegenheit zu zeigen, wie hauswirtschaftliche Fachkräfte mit Fachkompetenz und mit Team- und Kommunikationskompetenz qualitativ hochwertige Dienstleistung erbringen.

Die Teilnehmerinnen haben ihre Stärken in folgenden Disziplinen bewiesen:

Theorie: Die auf das Thema bezogenen Aufgaben wurden erst am Wettbewerbstag gestellt und entsprachen den Anforderungen in der Abschlussprüfung:

Teamarbeit – Planung und Durchführung mit dem Ziel der Erstellung eines Büfetts für einen Infoabend, das sich für „eat and walk“ eignet:

Sie arbeiten als Hauswirtschafterin in einem Dienstleistungsbetrieb. Ihre Einrichtung versorgt eine benachbarte Ganztagsschule täglich mit Mittagessen. Nun plant die Schule eine Projektwoche zum Thema: „Verbraucher sind wir alle".
Zur Eröffnung und Vorstellung der Projektwoche werden alle Beteiligten, die Eltern und Kommunalpolitiker eingeladen. Ihre Einrichtung bekommt den Auftrag diesen Eröffnungsabend zu organisieren und Komponenten für ein Büfett, das sich für „eat and walk“ eignet, zu liefern. Bereiten Sie mit Ihrem Team das Abendessen für 30 Personen zu. Der bereitstehende Warenkorb ist zu verwenden (siehe Liste).
Sie haben am ersten Tag 240 Minuten Zeit, sich im Team einzustimmen, zu planen, zu entscheiden und alles vorzubereiten. Die Küchen sind für Ihr Team geöffnet.
Bitte erstellen Sie einen gemeinsamen Arbeitsplan, nach dem Sie die Aufgabe im Team durchführen können, legen Sie die Rezepte als Kopiervorlage vor und ergänzen Sie die Speisenaufsteller. Vorlagen für Rezepte, Arbeitsplan und Speisenaufsteller sind in den Computern vorhanden.
Am zweiten Tag haben Sie 15 Minuten Zeit Ihren Arbeitsplatz einzurichten und für die Umsetzung der Planung stehen Ihnen am Samstagnachmittag in einer Küche 120 Minuten zur Verfügung.

Betreuung:

Beratung zu einem vorgegebenen Thema:

Sie arbeiten als Hauswirtschafterin in einem Dienstleistungsbetrieb. Im dazugehörigen Stadtteil gibt es eine Gemeinschaftsschule mit Ganztagsbetreuung von 07:30 bis 17:00 Uhr. Ihre Einrichtung versorgt die Schule täglich mit Mittagessen. Nun plant die Schule eine Projektwoche zum Thema: „Verbraucher sind wir alle".
Zur Eröffnung und Vorstellung der Projektwoche werden alle Beteiligten, die Eltern und Kommunalpolitiker eingeladen. Das Leitbild der Gemeinschaftsschule umfasst umweltbezogene, wirtschaftliche und soziale Ziele.
Besprechen Sie auf Grundlage des Leitbilds mit dem Schulleiter / der Schulleiterin den Eröffnungsabend für die Projektwoche. Bereiten Sie sich auf dieses Gespräch vor, indem Sie einen Gesprächsleitfaden entwickeln.
Das Gespräch ist am Samstagvormittag als Rollenspiel mit „Frau / Herr Müller“ in einem Klassenraum zu führen und sollte maximal 10 Minuten dauern. Anschließend führen die Juroren mit Ihnen ein Reflexionsgespräch durch
.

Die Deutschen Juniorenmeisterschaften werden jedes Jahr zeitnah zum Welttag der Hauswirtschaft (21. März) veranstaltet.

2017 ist Neusäß, Bayern, der Austragungsort.

Der Bundesverband hauswirtschaftlicher Berufe MdH e. V. vertritt die Interessen der Hauswirtschaft in der Öffentlichkeit und setzt sich für die Anerkennung professioneller hauswirtschaftlicher Tätigkeit ein. Er fördert den beruflichen Nachwuchs, führt Seminare und Fachtagungen durch und informiert über die Berufsbilder im Bereich der Hauswirtschaft.

Ansprechpartner für Rückfragen:

Bundesverband hauswirtschaftlicher Berufe MdH e. V.
Ruth Waizenegger
Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit
Im Vorderen Feld 23
72622 Nürtingen
E-Mail fundus@verband-mdh.de